Integrative Begleitung
Was bedeutet "ganzheitliche" Begleitung?
Diese besondere Art der Begleitung ist das Herzstück von SOLIBA, denn es vereint alle anderen der hier vorgestellten Angebote und Techniken in einem großen "Methodenkoffer". Integrative Begleitung und Beratung ist ein ganzheitlicher, methodenübergreifender Ansatz, der den Menschen als Körper, Geist und Seele in seinen komplexen Systemen und Zusammenhängen betrachtet. Ziel ist, dadurch nicht nur nur die Stellschraube für ein Problem an einer möglichst effektiven Stelle auszumachen und daran zu arbeiten, sondern mit dem Verständnis der Wechselwirkungen untereinander und einer ganzheitlichen Betrachtungsweise noch nachhaltigere Entwicklungspotenziale und tiefergehende Lösungen zu ermöglichen.


Systemische Perspektive
In bestimmten Schulen und Strömungen erfolgt eine Betrachtung des Individuums isoliert von seinem Umfeld, oft mit Fokus auf Defiziten im Einzelnen. Anders beim systemischen Ansatz; dieser betrachtet Menschen als Teil von Beziehungsgeflechten (Familien, Teams, Gesellschaft). Probleme werden als Wechselwirkungen innerhalb dieses Systems verstanden. Ziel ist es, Lösungen zu finden, die das Gleichgewicht im System positiv verändern.
Angewandte Methoden:
Einbezug des Umfeldes und seiner Wechselwirkungen auf die jetzige Situation oder betreffend des Problems in die Betrachtungsweise
Erarbeiten von neuen Perspektiven, Handlungsspielräumen und Lösungen durch systemische Fragetechniken
Aufstellungsarbeit am Systembrett oder Skulpturaufstellung im Raum
instrumentelles Stressmanagement
Körperliche Ebene
Unsere psychische Balance ist eng mit dem körperlichen Wohlbefinden verknüpft. Nicht nur, weil starke Emotionen sich sehr oft körperlich zeigen und lokalisieren lassen, sondern auch, weil die körperliche Regulation des autonomen Nervensystems genauso umgekehrt einen unmittelbaren Einfluss auf unsere Psyche und unser Empfinden hat. Es macht deshalb Sinn, für das ganzheitlich Wohlbefinden im Beratungsprozess auch den Körper miteinzubeziehen.
Beispiele für angewandte Methoden:
Entspannungstechniken
naturgestütztes arbeiten (körperorientiert; Coaching in Aktion)
ggf. Kinesiologische Austestung von Stressoren auf körperlicher Ebene
Der ganzheitliche, integrative Coachingsansatz bei SOLIBA - Überblick
Psychische Ebene (Denken und Fühlen)
Beispiele für angewandte Methoden:
kognitives Stressmanagement und Achtsamkeitstraining
Glaubenssatzarbeit
Emotionscoaching
Positive Psychologie
Optional: Seelische Ebene
In unserer westlichen Welt wird dieser Aspekt oft ausgeblendet, viele haben keinen bewussten Zugang zu dieser inneren Ebene, dabei bietet diese unglaublich viel Heilung, Erfüllung und innere Kraft.
Beispiele für angewandte Methoden:
Kinesiologische Austestung von Blockaden
energetische Ausbalancierung des Systems
Aufstellungsarbeit, ggf. Meditation
spirituelles Coaching
Wie kann eine integrative Begleitung in der Coaching-Praxis aussehen?
Häufig lässt sich beobachten, dass Menschen versuchen, Probleme auf einer anderen Ebene zu lösen, als dort, wo sie ursächlich entstanden sind. Ein klassischer Fall den man dafür anführen kann ist zum Beispiel das "verhaltensauffällige" Kind, welches mitunter durch pädagogische Maßnahmen von Schule, Jugendhilfe, Erziehern, etc. wieder zurück zur Normalität finden soll. Dass jedoch in manchen Fällen das Kind nur der "Symptomträger" ist, und sein Verhalten in einem dysfunktionalem Familiensystem eine notwendige Überlebensstrategie darstellen kann, wird nicht immer berücksichtigt. Ein "krankes" System kann "kranke" Menschen hervorbringen, weil diese sich über ihre Grenzen hinaus an dysfunktionale Strukturen anpassen. Umgekehrt kann es aber genauso sein, dass ein Arbeitnehmer seinen Arbeitgeber und seine Arbeitskollegen ursächlich für seinen Stress und seine hohe Arbeitsbelastung in der Verwantwortung sieht. Werden jedoch mit ihm persönlich ganz individuelle Stressbewältigungsstrategien erarbeitet, verschwindet das Problem plötzlich, ohne dass der komplette interne Betrieb umgestellt, oder die Aufgaben unter den Mitarbeitern hätten neu verteilt werden müssen. Man sieht also, dass ein Problem nicht immer nur auf einer einzigen Ebene gelöst werden kann und muss und dass die Effekte unterschiedlich nachhaltig sein können. In Coaching und Therapie kommt es jedoch häufig vor, dass versucht wird alle Anliegen mit denen der Klient kommt mit dem gleichen Ansatz/ der gleichen "Schule", das heißt, nur "systemisch" oder nur "körpertherapeutisch" oder nur mit Hilfe von kognitivem Ansätzen (z.B. Reframing/ Glaubenssatzarbeit/ NLP), zu lösen - in der Überzeugung, dass sich jedes Problem, ohne Rücksichtnahme auf welcher Ebene es entstanden ist, mit nur diesem einen einen Ansatz lösen lässt.
Dazu nun noch ein weiteres Beispiel, welches jedoch die Betrachtung der Seelenebene miteinschließt (optional ausschließlich für die Personen, welche sich für solch eine Sichtweise öffnen können; für alle anderen kann dieser Part natürlich auch außen vor gelassen werden):
Viele Menschen welche sich mit Spiritualität, vor allem spiritueller Traumaheilung beschäftigen glauben, dass sie z.B. allein mit Meditation oder Energiearbeit alle ihre Probleme lösen können. Und wundern sich dann, dass sie trotz diverser Praktiken immer noch den "falschen" Partner anziehen, immer noch die gleichen, dysfunktionalen unbewussten Muster haben, etc. Denn das "Auflösen" des Themas im energetischen Bereich führt leider nicht immer automatisch dazu, dass man sich dann schlagartig besser abgrenzen kann oder mehr Selbstliebe hat. Oft handelt es sich um Entwicklungsprozesse, die ganz bewusst im ganzen Sein, das heißt im Kopf, Gefühl und ggf. sogar auch noch im Körper (autonomes Nervensystem) verankert werden dürfen. Umgekehrt kann es dann aber wiederum auch sein, dass ein Gefühl von innerer Leere, tiefe Sehnsucht oder Süchte manchmal durch fehlende (durch Trauma abgespaltene) Seelenanteile o.ä. zustandekommen. Und sich die negativen Gefühle umgehend bessern, wenn man energetisch das System bereinigt hat. Auch an diesem Beispiel zeigt sich wiederum, dass es "den einen", effektiven Ansatz zur Lösung eines Themas nicht gibt. Manchmal ist vielleicht Glaubenssatzarbeit angebracht, manchmal besser Emotionscoaching, manchmal helfen körperliche Anreize um das System in die Balance zu bringen, manchmal ist es eine energetische Blockade oder ein "toxisches" System das auf die betreffende Person negativ einwirkt und ganz oft ist es eine Kombination aus mehreren Faktoren. Die Arbeit auf einer Ebene kann eine positive Veränderung auf allen anderen Ebenen bewirken (Bsp.: eine Person entwickelt mehr Selbstliebe, lernt sich abzugrenzen und verlässt daraufhin das für sie schon lange belastende und gesundheitsgefährdende Arbeitsverhältnis), oder aber jemand wechselt ständig die Arbeitsstelle und bleibt trotzdem dauerhaft unzufrieden, weil die Ursache des Problemes in diesem Fall nicht allein im Außen zu finden ist, sondern auf der persönlichen oder seelischen Ebene. Zur Verdeutlichung der multikausalen Betrachtungsweise soll im Folgenden ein Fallbeispiel beschrieben werden.
Fallbeispiel:
Jemand kommt in die Beratung wegen Stress und Erschöpfung. Es stellt sich heraus, dass das Arbeitspensum im Job viel zu groß ist, man sich diesem kaum noch gewachsen fühlt und dies immer öfter in Niedergeschlagenheit, Gedankenkreisen und Schlaflosigkeit mündet, was wiederum zu noch mehr Stress und Erschöpfung führt. Folgende Möglichkeiten für die Bearbeitung des Themas stehen dabei zur Auswahl:
Umfeld: Am Arbeitsplatz herrschen unklare Strukturen und Verantwortlichkeiten vor, Rollen sind nicht klar definiert; hinzu kommt ein Personalmangel. Gibt es Möglichkeiten, sich im System entweder anders zu positionieren/ zu verhalten und konstruktive Veränderungen anzustoßen, wenn ja wie? Oder falls nein, ab wann ist dann der Punkt erreicht, dass es als Lösung in Betracht gezogen werden kann, das System zeitweise oder sogar ganz zu verlassen?
Körperliche Ebene: Aufgrund der dauerhaften Belastung ist der Sympathikus, als Teil des autonomen Nervensystems, ständig aktiv und im Kampf-oder-Flucht-Modus. Adrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet, der Körper kann nicht abschalten und reagiert mit Schlafproblemen. Wie kann der Körper durch regeneratives Stressmanagement und Entspannungsübungen dabei unterstützt werden, wieder mehr in die Ruhe zu kommen und den Parasympathikus zu aktivieren? Oder braucht es vielleicht sogar mehr (Burnoutprävention)?
Auf der Ebene der Persönlickeit zeigt sich, dass es der Person sowohl gegenüber Kollegen als auch gegenüber Kunden schwer fällt, Grenzen zu setzen und "nein" zu sagen. Dahinter stecken erlernte, dysfunktionale Glaubenssätze und Selbstwertprobleme. Positive Glaubenssätze werden erarbeitet (Bsp. für einen möglichen positiven Glaubenssatz: "Ich bin wertvoll" - und fühle es selbst dann noch, wenn mein Gegenüber auf meine Grenzesetzung mit "Liebesentzug" reagiert).
Feinstoffliche Ebene: Auf energetischer Ebene zeigt sich beim kinesiologischen austesten, dass eine Dysbalance des Nervenmeridianes vorliegt. Durch eine Ausbalancierung kann wieder der Zugang zu mehr Vitalität, Lebensenergie und Ausgeglichenheit zur Verfügung stehen.
Man sieht an diesem Beispiel gut, dass Probleme aufgrund der Komplexität von Menschen auf vielen Ebenen bestehen kann. Im Coaching kann nun entweder gemeinsam geschaut werden, auf welcher Ebene für den jetzigen Moment die größte Stellschraube für eine mögliche Verbesserung des Problems liegen könnte (wobei sie sich wie oben erwähnt auch zugunsten der Fragestellung/ Problemlösung wechselseitig beeinflussen können) - oder bei längerer Prozessbegleitung kann es sich auch lohnen, bei einem Thema zur Begünstigung einer vertieften, nachhaltigen Wirkung direkt auf mehreren Ebenen parallel zu arbeiten.
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